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Apomorphin (Uprima®)
Der
Wirkstoff Apomorphin wurde
ursprünglich als sogenanntes
„Brechmittel“ (Emetikum) bei Vergiftungen
eingesetzt und
zur Behandlung von Patienten, die an Parkinson leiden. Bei der Therapie
von Parkinson-Erkrankten wurde dann festgestellt, dass Apomorphin sich
positiv auf die Erektionsfähigkeit auswirkte.
Im Jahr 2001 kamen dann die Medikamente Ixense® und
Uprima® mit Apomorphin
zur
Behandlung von gemischten Formen der Erektilen Dysfunktion (psychogen,
organisch) auf den Markt. Kurz darauf (2005) wurden die Medikamente
wieder vom Markt genommen, da Apomorphin
die
Erwartungen nicht
erfüllt hat und/oder aufgrund zu geringer Verkaufszahlen. Die
Vectura Group, ein führendes britischen Unternehmen, nahm
sich des Apomorphin
wieder
an und testet es derzeit (Stand: Mitte 2007) in
Phase II Studien als Pulverinhalator.
Pharmakologie,
-dynamik, -kinetik der Sublingual-Tabletten
Die Variante von Apomorphin
,
die zur Behandlung von gemischten Formen
einer Erektilen Dysfunktion vom Markt genommen wurde, ließ
man
sich unter der Zunge zergehen (sublingual). Bei dem Wirkstoff Apomorphin
handelt
es sich um einen Dopamin-Agonist.
Ein Agonist ist in der Pharmakologie eine Substanz, die z.B. einen
Neurotransmitter (hier->Dopamin) in seiner Wirkung ersetzt oder
imitiert. Apomorphin wirkt nur bei einer funktionierenden NO-Synthese
und dem Körper muss Testosteron und Oxytocin zur
Verfügung
stehen. Man geht davon aus, dass Apomorphin die Dopamin-D1 und
-D2-Rezeptoren besetzt und deren Signaltransduktion aktiviert. Werden
die Dopamin-D1-Rezeptoren aktiviert, stimuliert Apomorphin
über
diverse Umwege die Umwandlung von intrazellulären
Adenosintriphosphat (ATP) in Cyclisches Adenosinmonophosphat (cAMP),
ein sogenannter Second Messenger. Das Cyclische Adenosinmonophosphat
(cAMP) ist dabei nicht zu verwechseln mit cGMP, sollte sich bei Ihnen
eine gewisse Konfusion bemerkbar machen lesen Sie am besten nochmal den
Kapitelanfang der PDE-5-Hemmer quer.
Das nun durch Apomorphin
vorhandene
cAMP aktiviert seinerseits
Proteinkinasen vom Typ A, diese führen zu einer
Phosphorylierung,
die der intrazellulären Prozessregulation dient,
nämlich zu
der Myosinleichtkettenkinase. Zusätzlich hemmt Apomorphin
durch
die Aktivierung der Dopamin-D2-Rezeptoren die Freisetzung des Hormons
Prolactin (->Sexuelle Funktionsstörungen im Sport) im
Hypophysenvorderlappen. Sind alle diese Faktoren gegeben,
begünstigt Apomorphin
indirekt
eine Relaxation der glatten
Muskulatur, die sich auch im Penis wiederfindet, und so kann mehr Blut
in die Schwellkörper strömen.
Apomorphin
weist
folgende relative/absolute
Kontraindikationen auf:
•
Unverträglichkeit/Überempfindlichkeit gegen einen der
Inhaltsstoffe
• instabile Angina pectoris,
• kürzlich erlittener
Herzinfarkt
• schwerer Herzschwäche
• niedrigen Blutdruck
(Hypotonie)
Apomorphin
sollte
aufgrund des gleichen Angriffsortes nicht mit zentral
wirkenden Dopaminagonisten und –antagonisten und
blutdrucksenkende Medikamente kombiniert werden. Die Apomorphin
Sublingualtabletten
waren als 2mg und 3mg Variante erhältlich,
und
sollte ca. 20min vor dem Geschlechtsverkehr unter die Zunge gelegt
werden. Die Tablette benötigte ca. 10 min., um sich im
Mundraum
aufzulösen. Um diesen Vorgang zu beschleunigen, konnte man
eine
geringe Menge Flüssigkeit zu sich nehmen. Apomorphin
wurde
sublingual verabreicht, da er einen hohen präsystemischer
Metabolismus aufwies, d.h., bevor Apomorphin
den
Systemkreislauf
erreichte, setzte bereits eine starke chemische Veränderung
ein.
Die Initialdosis Apomorphin
lag
üblicherweise bei 2mg und konnte bei
einer zu
geringen Wirkung auf bis zu 3mg erhöht werden. Apomorphin
erreichte
seine Spitzenkonzentration (Cmax) nach durchschnittlich
40-45min (Tmax) bei einer Bioverfügbarkeit, die unter 20%
anzusiedeln war und einer Plasmahalbwertszeit (T1/2) von ca. 2-4
Stunden.
Die Nebenwirkungen von Apomorphin
waren
laut klinischen Studien stark an der Dosis
gekoppelt, wobei diese bei wiederholter Anwendung zurück
gingen:
• Übelkeit
• Erbrechen
• Unruhe
• Schwitzen
• Müdigkeit
• Selten-> kurze Bewusstlosigkeit durch eine
Mangeldurchblutung des Gehirns (Synkopen)
Aufgrund der variablen Bioverfügbarkeit und der geringen
therapeutischen Bandbreite wurde Apomorphin
sublingual
von einigen
Fachleuten als Mittel zweiter Wahl bezeichnet.
Text
entstammt auszugsweise "Manneskraft
reloaded - Der Potenzpillen-Guide" mit freundlicher Genehmigung
des Verlags.
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| www.potenzmittel24.info |
Apomorphin
ist ein Potenzmittel, das sublingual eingenommen wird |
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